| Der Hund der
Könige - der König der Hunde
Der Ursprung des Irish
Wolfhound geht sehr weit zurück; je nach Quelle zwischen 3000-5000
Jahre
Sehr frühe Funde von
Knochen in Irland, Wales und England beweisen die Existenz von sehr grossen
Hunden schon vor der Ankunft der ersten Keltenstämme.
Der älteste Fund war ein Schädel aus dem
Neopleistizän (8000-7000 v.Ch.) in Wales.
Es kann vermutet werden, dass ein Vorfahre des
Persischen Windhundes(Saluki)seinen Teil beigetragen hat, da die keltischen
Stämme wahrscheinlich aus Skythien (heute:Iran/Türkei) durch ganz Europa und
nach Irland zogen.
1840 wurden in
Dunshaughlin, bei Dublin, Skelette und Schädel ausgegraben, die in das
Neolithikum Neu-Steinzeit datiert wurden; die Grösse dieser Hunde in
Relation Schädel/Körper lag bei ca.75 cm. Es gab weitere Funde im Süden der Insel aus der
gleichen Zeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die ersten Siedler, die auf der
damals unwirtlichen Insel ankamen, ebenfalls ihre Hunde zum Schutz und für die
Jagd mitbrachten.
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11.
oderr 12.
Dynastie
(Beni Hassan)
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Im alten Ägypten gab es verschiedene
Typen von Wind/Jagdhunden, nicht nur der bekannte Pharaonen- hund mit den
Stehohren, wie man es von Anubis Abbildungen kennt. Es gab auch grosse
rosenohrige Windhunde |
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The
Golden
Flyboard
of Thut
anch Amun
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Eine Hyäne wird von Hunden
gejagt,
gemalt auf
Karksteinzwischen 1555 und 1080
v.Ch.
(Musée du Louvre
Paris)
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Detail einer Grabmalerei aus
Theben, Aegypten |
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Griechischer Teller mit einer
Jagdszene zeigt einen grossen
windhundartigen Hund
Es wird angenommen, dass die Kelten (gr. Celtoi) bei der
Eroberung und Zerstörung von
Delphi anno 279 v.Ch ihre grossen Hunde dabei hatten
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Die Jagdgöttin
Artemis
mit einem Fohlen und einem
grossen Windhund |
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Der Lydney Dog, eine Bronze
ca. 365 n.Ch |
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Irish/Celtic Hound, abgebildet auf einer
gebrannten Keramikschale, die in Tara ausgegraben
wurde
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Die gälischen Kelten kamen in 3 Wellen nach Irland: ca. 1650
v.Ch. die Goideln, um 800 v.Ch. die Pikten, und die Brithonen um ca 500 v.Ch.
Während der grossen Völkerwanderung zogen diese Stämme zusammen mit anderen
durch Kleinasien und Europa und brachten ihre grossen Kriegs-und Jagdhunde mit,
für die alle Keltenstämme eine Vorliebe hatten. Es ist anzunehmen, dass diese
Hunde sich mit den einheimischen grossen Hunden kreuzten, was im Archetyp des
Mil-Cu resultierte. Cu=Irish Wolfhound, das Wort Cu wurde nur auf diese Hunde
angewendet, niemals auf andere Hunde. Dass viele der alten Helden in den
keltischen Sagen ihrem Namen das Cu voranstellten, zeigt in welch hoher
Wertschätzung diese Hunde gehalten wurden.
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Details einer Jagdszene auf dem Piktenstein
von Hilton of Cadboll, etwa 9Jh
n.Ch
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Man schrieb den Hunden
menschlichen Verstand zu. Sie waren in der Rangordnung nur wenig tiefergestellt
als Menschen, erkannten, wer Freund oder Feind ihres Herrn war. Nur Leute von
königlichen Geblüts oder Barden durften sie besitzen und sie finden mehr als nur beiläufige Erwähnung in
den Sagen und Geschichten.
Für einen guten Hund wurde manchmal den
Preis einer ganzen Viehherde gezahlt und schwere Strafen erwartete jeden, der
einen Cu verletzte oder tötete.
Setanta, der den Hund des Königs tötete,
nahm dessen Platz ein und diente dem König als Wach und Jagdhund bis ein neuer
Hund für den König herangewachsen und ausgebildet war. Er führte von da an den
Namen Cu-chulainDie Hunde wurden nicht nur zur Jagd
verwendet, sondern zogen mit in den Krieg; sie waren trainiert, die Feinde von
ihren Streitwagen zu zerren
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Earl
Harold
reitet nach
Bosham
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Der
Wandteppich von of Bayeux - ca. 1100 n.Ch
Die Überlieferung sagt,
dass Königin Mathilda, Frau von William dem Eroberer, den Teppich mit ihren
Damen gestickt habe, jedoch ist es wahrscheinlicher, dass Williams Halbbruder,
Bischof Odo ihn in Frankreich in Auftrag gab.

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Der
untere Rand zeigt Grosse Hunde
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Im späteren Mittelalter fand
man Wolfhounds an vielen Fürstenhöfen. Wir kennen die Geschichte von Llewellyn,
dem Fürsten von North Wales. der von seinem Schwiegervater, König Johann
Ohneland zur Hochzeit mit des Königs natürlicher Tochter Johanna seinen treuen
Gelert zum Geschenk erhielt. Auch König Richard der III von England soll einen
Wolfhound gehabt haben, der immer bei ihm war und mit ihm schlief. Ein solcher
Hund war ein wertvolles Geschenk unter Fürsten, um Freundschaften zu pflegen
oder zu gewinnen. Diese Hunde lebten nicht wie die übrigen Jagdhunde in den
Pferdeställen, sondern im Wohntrakt mit ihren Herren, ja wurden sogar mit ins
Bett genommen als lebende Bettflasche. |
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Der
normannische Ritter
"
de Burgo"
(de Burgh)mit
seinem Hund
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Jean
II, König v. Frankreich verhaftet Karl den
Bösen,
ca. 1350
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Ende
der Jagd aus
"les
Très Riches
Heures
du Duc
de Berry"
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Beide
Bilder aus
"le
Livre de
Chasse"
von Gaston
III "Phoebus",
Comte de
Foix et
de Béarn
1346-1391
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2
Gemälde mit Karl V, das Linke von Tizian,
das Rechte von
J.Seisenegger,
1530
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seine
Tochter, die Infanta Juana, spätere
Königin von Portugal hatte ebenfalls eine
Vorliebe für grosse Hunde
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Karl
V bei einem Besuch der Fugger
(Detail)
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Alle diese Hunde werden
manchmal als Doggen bezeichnet, das sind die nicht. Es sind Windhundköpfe, die
eine fast gerade Oberlinie von der Schnauze zum Schädeldach haben, keine
Molossermit klar abgesetzter Kante zwischen Schnauze und Schädel. Auch fehlen
die schweren Lefzen der Dogge.Der rötliche Hund auf dem untern Bird hat kupierte
Ohren.
Zu dieser Zeit gab es keine
Windhunde in dieser Grösse, ausser dem Wolfhound. Was das Fell
betrifft,
gab es glatthaarige und
rauhhaarige, auch die Fellfarben waren damals vielfältiger, es gab sie auch
gefleckt, besonders beliebt waren weisse und rote.
In jedem Fall war das Fell
nie so lang wie in heutigen Wolfhunden, sondern im besten Fall kurzes Rauhhaar
wie es heute in alten Linien noch vorkommt.

Buffon1792
Irish Hound
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Thomas
Wentworth,
1st Earl
of Stafford
war
Lord Deputy
von Irland
1632-1638
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Sir
Neill O'Neill
(1680)
machte Königin
Elizabeth I ein Geschenk von 2 Wolfhounds
für die Jagd
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Ab der Renaissance bis ins
18te Jahrhundert waren die Hunde gefragt, so sehr, dass z.B. Cromwell ein
Exportverbot aussprach. Aber das Verschwinden der Wölfe wirkte sich auch auf
ihre Jäger aus und die Verarmung des Landadels unter der Regierung von Cromwell
war ein Schlag von dem sich die Rasse nur mit viel Glück und der Hilfe einiger
Anhänger des Irish Wolfhound erholte.
Nur einigen alte Familien und
einigen Clan-Führern gelang es, trotz widriger Umstände noch einige Wolfhounds
zu halten und zu züchten. Einige davon sind die Ahnen unserer heutigen
Wolfhounds. |
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"The
O'Toole"
(Chef des Clans
der
O'Toole)
mit
seinen 3 Wolfhounds.
Er war zu seiner
Zeit eine wohlbekannte Persönlichkeit in
Dublin
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Archibald
Hamilton
Rowan
Irischer
Patriot
and Politiker
1757
- 1834
Er
bekam
Oisian
von den
Fitzpatricks.
All seine
Wolfhounds
gehen auf Oisian
zurück, ebenso ist ein Fakt, dass alle heutigen
Wolfhound-Linien auf Rowans Linien zurückgehen.
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Oisian,
unsterblich
geworden durch das Gemälde von Reinagle.
Er
war auch das Modell für den
Standard
of
Excellence
von Capt.
Graham
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Einer dieser irischen Gentlemen war Hamilton Rowan. Er lebte
über 40 Jahre mit Irish Wolfhounds. Seine Hunde gehen alle zurück auf Oisian,
der von Reinagle's Bild unsterblich wurde.
Nach Rowan's Tod übernahm Mr. Carter of Loughlinstown House
in Bray seine Linien und führte sie fort. H.D. Richardson, Mr. A.W. Baker of
Ballytobin Castle und Sir John Power of Kilfane hielten Wolfhounds aus diesen
Linien und züchteten wenige Würfe. Jedoch gab es nicht mehr viele Wolfhounds und
die Inzucht, die zweifellos stattfand, resultierte in Grössenverlust. Auch
starben immer Hunde an der Staupe, gegen welche es damals keine Impfung noch
Heilmittel gab.
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Capt.
George
Augustus
Graham
of Dursley
1833-1909
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Im Jahr 1859 entschied sich Capt. G.A. Graham
of Dursley, ein Schotte und
passionierter Hundefreund, mit einigen
Freunde, die Rasse zu retten und
wiederzubeleben, denn nur noch wenige
reinrassige Wolfhounds waren übrig.
Er züchtete mit diesen und machte je 1 outcross mit Dogge und
Borsoi, deren
Nachkommen er jedoch nur einzeln für weitere Zucht verwendete. Auch
machte er einen Outcross mit einem Hund, der Graham auf dem Markt von Leadenhall
als tibetanischer
Mastiff angeboten wurde. Allerdings bestehen bezüglich dessen
Abstammung doch Zweifel.
Hauptsächlich aber kreuzte er Scottish Deerhounds ein.Die Glengarry
Deerhounds
waren damals derühmt für ihre Grösse und Kraft.
Deerhounds sind nahe Verwandte, ursprünglich waren sie und
Wolfhounds eine Rasse.
Die gälischen Kelten hatten bei der Besiedlung
Schottlands ihre Wolfhounds
mitgebracht, und sie durch das
unterschiedliche Wild etwas leichter und schneller
gezüchtet.
Es muss aber auch gesagt werden, dass zu
Graham's Zeiten der Unterschied zwischen
den beiden Rassen recht gering war, nicht so
markant wie heute. Auch hatten die
damaligen Deerhounds nicht die stark gebogene
Rückenlinie, die an den Borsoi erinnert. |
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Glengarry
Deerhound
(grösserer
und schwerer
als die heutigen
Deerhounds)
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Adam
Echter
Tibetan
Mastiff
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Einige
von Capt.Graham's
Hounds

Scot
Sheelah
Sir
Brian,
den er
Herbert
Dicksee gab
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Nach vielen Jahren und Einsatz erheblicher Geldsummen war so
um 1880 die Rasse wieder gefestigt und der Irish Wolfhound wieder in seiner
alten Pracht existent. Es ist zu hoffen, dass auch unsere und die nachfolgenden
Generationen von Züchtern und Liebhabern genug Verantwortung zeigen und die
Rasse erhalten und sie vor Modeerscheinungen bewahre, ganz nach dem Standard,
den Capt Graham uns hinterliess. ISV
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